Die Wärmeversorgung – also Heizen und Warmwasser – macht mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland aus. Gleichzeitig entsteht hier ein großer Teil der CO₂-Emissionen. Deshalb arbeiten Städte und Gemeinden daran, die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlich und effizient zu gestalten.
Die Kommunale Wärmeplanung ist der strategische Fahrplan einer Kommune, um die Wärmeversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umzustellen und bis spätestens 2045 klimaneutral zu werden.
Bei der Kommunalen Wärmeplanung analysiert eine Stadt oder Gemeinde zunächst den aktuellen Wärmeverbrauch und die vorhandenen Heizsysteme. Anschließend wird untersucht, welche klimafreundlichen Wärmequellen vor Ort genutzt werden können – zum Beispiel:
Fern- oder Nahwärmenetze
Wärmepumpen
Geothermie
Solarthermie
Nutzung von industrieller Abwärme
Auf dieser Grundlage entsteht ein Plan, der zeigt, welche Wärmeversorgung in welchen Gebieten langfristig sinnvoll ist.
Die Kommunale Wärmeplanung ist Teil der deutschen Wärmewende. Ziel ist es:
CO₂-Emissionen zu reduzieren
fossile Energieträger wie Öl und Gas zu ersetzen
langfristig sichere und bezahlbare Wärmeversorgung zu gewährleisten
Orientierung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu schaffen
Alle Kommunen in Deutschland sind gesetzlich verpflichtet, einen solchen Plan zu erstellen. Größere Städte müssen ihn bis 2026 vorlegen, kleinere Kommunen bis spätestens 2028.
Die Erstellung eines Wärmeplans erfolgt in mehreren Schritten:
Erfassung der aktuellen Wärmeversorgung, Gebäude und Energieverbräuche in der Kommune.
Untersuchung der lokalen Möglichkeiten für erneuerbare Wärme, zum Beispiel Geothermie, Abwärme oder Solarenergie.
Planung, wie die Wärmeversorgung der Kommune künftig klimaneutral gestaltet werden kann.
Festlegung konkreter Maßnahmen und Schritte für die kommenden Jahre.
Dieser Prozess wird regelmäßig überprüft und angepasst.
Die Kommunale Wärmeplanung gibt Orientierung für zukünftige Heizlösungen. Sie zeigt beispielsweise:
wo ein Ausbau von Fern- oder Nahwärmenetzen geplant ist
in welchen Gebieten individuelle Lösungen wie Wärmepumpen sinnvoll sind
welche langfristigen Entwicklungen in der Wärmeversorgung zu erwarten sind
Der Wärmeplan selbst verpflichtet Eigentümer jedoch nicht unmittelbar zu bestimmten Heizsystemen – er dient vor allem als strategische Planung und Orientierung.
Mit der Kommunalen Wärmeplanung entwickeln Städte und Gemeinden eine langfristige Strategie, um die Wärmeversorgung nachhaltig, effizient und bezahlbar zu gestalten. Sie ist damit ein wichtiger Baustein der Energiewende und der lokalen Klimaschutzpolitik.
Sprechen Sie uns an, wir haben Kapazitäten und wollen gemeinsam mit Ihnen in 2026 die Klimaziele angehen.
Bestandsanalyse; Potentialanlyse, Szenarien-Entwurf und Machbarkeitsanalyse, Strategien zur Umsetzung, Mitwirkung bei der Planung.